Eigenauskunft
Eine Eigenauskunft (= Auskunft über die eigene Bonität) sollte man auf jeden Fall selbst durchführen, wenn man Gewissheit über die Daten haben will, die beispielsweise bei der Schufa über einen selbst gespeichert sind und an Vertragspartner der Schufa weitergeleitet werden. Diese Daten werden regelmäßig im Rahmen einer Bonitätsprüfung abgefragt, wenn man etwa einen Kredit beantragt oder einen Handyvertrag abschließt. Hat der Antragsteller negative Einträge bei der Schufa, werden Kredite oder Handyverträge oft nicht gewährt. Damit man keine bösen Überraschungen erlebt, sollte man daher stets die Möglichkeit der Eigenauskunft in Betracht ziehen.
Schufa Eigenauskunft
Der einfachste Weg ist es, die Eigenauskunft auf der Internetseite der Schufa durchzuführen. Hier ist eine Registrierung erforderlich; für die einmalige Zahlung von 15,60 Euro hat man dann unbegrenzt Zugang zu seiner persönlichen Seite. Für eine einmalige Auskunft, die auf dem Postweg zugesandt wird, verlangt die Schufa 7,80 Euro. Der Kunde erhält ein sogenanntes PostIdent-Formular, welches bei der Post zusammen mit dem Personalausweis vorgelegt werden muss; diese schickt den bestätigten Antrag dann direkt zur Schufa. Auch eine persönliche Auskunft direkt bei der Schufa ist möglich. Die Eigenauskunft ist seit dem 01. April 2010 kostenlos, wenn man nur einmal pro Jahr diese Auskunft benötigt. Falls man mehrere Abfragen der Eigenauskunft pro Jahr benötigt, dann entstehen zusätzliche Kosten. Bis 2001 wurde das Scoring leicht negativ durch die Durchführung einer Eigenauskunft beeinflusst. Dies ist jedoch nicht mehr der Fall, so dass eine Eigenauskunft bei der Schufa keine negativen Folgen für die eigene Bonität hat. Eine telefonische Auskunft ist grundsätzlich nicht möglich, da sich die Person hier nicht ausreichend identifizieren kann.
Gespeichert bei der Schufa sind Daten über bereits vergebene Kredite (sowohl deren Höhe als auch den zeitlichen Verlauf) sowie das Zahlungsverhalten. Die Höhe des Einkommens beziehungsweise des Vermögens einer Person oder eines Unternehmens wird bei der Schufa nicht gespeichert. Die Daten werden auch nur für einen Zeitraum von drei Jahren gespeichert und nach Ablauf dieses Zeitraumes wieder gelöscht. Scoring-Daten werden nicht gelöscht, sondern immer aktualisiert.
Besonders interessant sind die sogenannten Scorewerte, mit deren Hilfe eine Prognose über die Kreditwürdigkeit erstellt werden kann. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten sind in den verschiedenen Branchen unterschiedlich hoch angesetzt; mithilfe der Scorewerte wird diesem Umstand Rechnung getragen. Insgesamt werden sechs verschiedene Branchen unterschieden, und zwar Banken, Genossenschaftsbanken, Hypothekenbanken, Handel, Versandhandel und Telekommunikation.
Spätestens seit dem ersten April 2010 sollte jeder die Möglichkeit der kostenlosen Eigenauskunft bei der Schufa in Anspruch nehmen.